Entdecken Sie unsere Ready To Go Packs!



Zur Herbstzeit präsentieren wir Ihnen unsere neuen Aktionen!

Pack Professionals

Enthält:

  • SOLIDWORKS Professional Lizenz
  • SOLIDWORKS Professional Erstwartung (1 Jahr)
  • Workstation HP Z2 Premium
  • Bildschirm HP LED Z24n G2 24 Zoll
  • Installation der Maschine und Konfiguration von SOLIDWORKS
  • 4h FlexO Ticket

Für 11'499.- anstatt 15'535.-

oder

470.- pro Monat bei einer Wartungsdauer von 3 Jahren


Pack Engineers

Enthält:

  • SOLIDWORKS Premium Lizenz
  • SOLIDWORKS Simulation Professional Lizenz
  • SOLIDWORKS Premium mit Simulation Premium Erstwartung (1 Jahr)
  • Workstation HP Z2 Premium
  • Bildschirm HP LED Z24n G2 24 Zoll
  • Installation der Maschine und Konfiguration von SOLIDWORKS
  • 4h FlexO Ticket

Für 17'499.- anstatt 24'030.-

oder

775.- pro Monat bei einer Wartungsdauer von 3 Jahren


Interessiert? Haben Sie Fragen?

 

Technical Tip

FEA Lastenübertragung aus Flow Simulation - Part 3: Motion

In den ersten beiden Teilen unserer Sommer-Serie haben wir mit Hilfe von SOLIDWORKS Flow Simulation und SOLIDWORKS Simulation berechnet, wie sich ein heftiger Gewittersturm auf einen Sonnenschirm auswirkt. Wir haben herausgefunden, mit welcher Kraft der Sturm sich wie auf den Schirm auswirkt. Jetzt möchten wir noch herausfinden, ob der Sonnenschutz als Ganzes stehen bleibt, respektive wann er umfällt.



Da sich die in Simulation errechneten Ergebnisse nicht direkt in Motion übertragen lassen, übernehmen wir die berechnete Reaktionskraft von -390.7 N und wenden Sie auf die Fläche des Sonnenschirms an.

Part 3: Motion


Schritt 1: Modellvorbereitung

1.1 Als Erstes ist es am einfachsten, wenn man zuerst eine Kopie unserer vorherigen Baugruppe, aber ohne die Simulations-Dateien kopiert.

1.2 Um den Sonnenschirm abzustützen, brauchen wir einen Boden in unserem Modell.

1.3 Es wird eine neue Baugruppe "*_motion.SLDASM" erstellt.

Beachten Sie, dass die Verknüpfungen in Motion weiter verwendet werden. Beispielsweise muss der Boden zuerst eingebaut sein, damit SOLIDWORKS Motion ihn als "fixiert" erkennt.


1.4 Der Sonnenschirm wurde wie abgebildet eingebaut. Nachträglich müssen aber alle Verknüpfungen wieder unterdrückt werden denn: der Sonnenschirm muss ja frei auf dem Boden liegen.


Schritt 2: Motion Analyse

2.1 Wir klicken auf das Register "Bewegungsstudie" und wählen dann "Bewegungsanalyse" aus.

2.2 Als nächstes legen wir die Zwangsbedingungen fest. Dazu treffen wir folgende Annahme: Die Krafteinleitung wird durch eine Funktion f(Zeit)=100*Zeit erstellt, wobei Zeit zwischen 0 und 4 Sekunden liegt.

Da der Sonnenschirm auf Sand aufgestellt ist, wird der "Maximale Dämpfung Koeffizient" adjustiert, so dass der Schirm nicht unrealistisch zurückspringt.

2.3 Ergebnisse Darstellung:
Die Kraft und die potenzielle Energie werden in der gleichen Grafik zusammengestellt. Ziel ist zu wissen, ab wann und ab welcher Kraft der Sonnenschirm bis zum Boden kippt.

2.4 Motion Analyse ausführen:

Hoppla, der Sonnenschirmfus geht durch den Boden. Was stimmt da nicht?
Die allgemeinen Motion Einstellungen müssen noch angepasst werden. So können wir den Kontaktbereich feiner berechnen.

2.5 Ergebnisse:
Die Analyse müssen wir noch einmal ausführen ().

Die Ergebnisse sehen jetzt deutlich besser aus ;-).

Auf dem Plot kann man feststellen, dass es eine minimale Kraft von 245 N braucht, bis der Sonnenschirm auf den Boden schlägt.


Somit enden wir unsere Sommerserie. Wir hoffen, dass Sie Ihnen gefallen hat, und dass Sie die Erkenntnisse daraus auch in der kälteren Jahreszeit nutzen können.

Save the date - Kundenevent myCADday 2019

Am 06. November 2019 in Dübendorf

Bald ist es wieder soweit! Im Air Force Center in Dübendorf werden wir Ihnen wie gewohnt interessante Neuigkeiten zu unserer Produktpalette vorstellen. Kommen Sie auch dieses Mal vorbei, erweitern Sie Ihr Netzwerk und setzen Sie sich direkt vor Ort mit unseren Technikern und Beratern in Verbindung.



Und Ja, Sie können sich auch dieses Jahr auf die beliebten Tipps und Tricks freuen.

Weitere spannende Eindrücke erhalten Sie während unserer kleinen Hausmesse. Das detaillierte Programm finden Sie bald hier auf unserer Webseite.

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Wir freuen uns, Sie am 6. November 2019 in Dübendorf begrüssen zu dürfen.

Technical Tip

FEA Lastenübertragung aus Flow Simulation - Part 2: Simulation

Im Part 1 unserer Sommer-Serie haben wir mit Hilfe von SOLIDWORKS Flow Simulation berechnet, wie sich ein heftiger Gewittersturm auf einen Sonnenschirm auswirkt. Die gewonnenen Ergebnisse haben wir in SOLIDWORKS Simulation übertragen.


Lasst uns nun untersuchen, wie sich die Kräfte auf den Sonnenschirm auswirken: Wird der Aluminium-Mast mit 40mm Durchmesser und die einzelnen Arme diesem Druck ohne Beschädigung standhalten können? Wird der Schirm kippen?

Auf geht's mit SOLIDWORKS Simulation


Part 2: Simulation


Materialliste und Annahmen:

- Sonnenschirm-Stoff: "fake material" mit einem E-Modul = 2'100'000 N/mm2 und Massendichte = 40 kg/m3
- Sonnenschirm Armaturen, Arme und Mast aus Aluminium 3.0526 (EN-AW 3004)
- Sonnenschirmfuss aus Stahl S235JR

Insgesamt wiegt der Sonnenschirm 87.8kg.



Schritt 1

Im folgenden Video wird gezeigt, wie man das Importieren von Flow Simulation Lastfällen in Simulation bereitstellt:


Schritt 2

Der Schirmstoff und die Armaturen-Arme sind mit jeweils 1mm und 1.5mm Dicke sehr dünn. Deshalb ist es sinnvoll, diese Teile auf Schalen zu konvertieren, um ein zuverlässiges Netz erstellen zu können.

Tipp: Damit SOLIDWORKS Simulation die Modelle als Schalenelemente vernetzen kann, wird eine Mittelfläche in die Geometrie definiert.
Weil der Schirmstoff aufgrund der Winkel unsaubere Mittelflächen-Eckverbindungen generiert, müssen die Schalen im Simulations-Modul von Hand definiert werden.


Es ist ausserdem wichtig, die lokalen Kontakte zwischen den Armatur-Armen und dem Schirmstoff festzulegen.

Ergebnisse der Statischen Simulation

Globale Verschiebung
Der Schirm verschiebt sich maximal um 38mm.

Maximale Von-Mises-Spannung
Die Auswirkungen auf den Sonnenschirm-Stoff sind für uns in diesem Beispiel nicht relevant. Deshalb blenden wir diese Komponente aus. Auf den Aluminium-Mast wirkt eine maximale Von-Mises-Spannung von 78.5 N/mm2 - also weit unter der Streckgrenze des Materials.

Reaktionskraft
In Richtung X wirkt eine gesamte Reaktionskraft von -390.7 N.


Unser Sonnenschirm als Ganzes hält dem Orkan also Stand. Doch bleibt er auch gerade stehen?
Die Analyse mit einem FEM Simulation Tool gibt nur Auskunft über die Deformation der Form selbst, nicht aber über grosse Bewegungen der ganzen Struktur. Dafür müssen wir eine weitere Analyse in SOLIDWORKS Motion durchführen.

In unserem nächsten Technical Tip werden wir Ihnen zeigen, wie Sie genau diese Analyse durchführen können. Wie wirkt sich der Orkan auf den Sonnenschirm als Ganzes aus? Wird es ihn umwehen?

Bis dahin: viel Spass beim Ausprobieren


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Technical Tip

FEA Lastenübertragung aus Flow Simulation - Part 1: Flow Simulation

Die Erinnerungen an den letztjährigen heissen Sommer sind kaum verblasst, stehen uns bereits wieder die ersten heissen Tage ins Haus. Wir sehnen uns nach Ferien, Abkühlung - und vor allem Schatten! Abhilfe schafft hier der klassische Sonnenschirm.


Doch gerade erleben wir auch, dass Gewitterstürme überraschend auftauchen können! Was passiert, wenn so ein Sturm aufzieht und zum Beispiel seitlich auf unseren Schirm einwirkt?

Schauen wir uns einmal mittels SOLIDWORKS Flow Simulation an, wie sich der Schirm unter diesen Umständen verhalten würde: Wird der Aluminium-Mast mit 40mm Durchmesser und die einzelnen Arme diesem Druck ohne Beschädigung standhalten können? Wird der Schirm kippen?

Dieses Verhalten können wir mit SOLIDWORKS Simulation und SOLIDWORKS Motion überprüfen. In unserer dreiteiligen Serie werden wir genau das tun. Lassen wir uns überraschen!


Part 1: Flow Simulation

Schritt 1

Um schneller zu einem Ergebnis zu kommen, vereinfachen wir den Schirm zuerst. Alle unntöigen Teile und/oder Features, welche für die Berechnung nicht relevant sind, werden unterdrückt. Dazu empfiehlt es sich eine simulationsspezifische Konfiguration zu erstellen.

WICHTIG:
- SOLIDWORKS Flow Simulation benötigt Volumen-Körper für die Berechnung.
- Die Körper werden während der Analyse als Starrkörper behandelt.

Schritt 2

Starten wir also mit der Flow Simulation. Mit Hilfe des Assistenten erstellen wir eine neue Flow Simulation Analyse. Dazu sind folgende Einstellungen nötig:


Es handelt sich um eine externe Analyse

Gas als Luft auswählen:

Unser Wind bläst mit einer Geschwindigkeit von 150km/h in Richtung X.

Schritt 3

Die Grösse des Berechnungsraums kann angepasst werden - so reduziert sich die Berechnungszeit.

Schritt 4

Wir definieren die Oberflächenziele um genaue Ergebnisse zu garantiere; Für diese Analyse wählen wir Totaldruck (Mittelwerk), Kraft, Kraft(X).

Schritt 5

Um zuverlässige Ergebnisse der Luftentwicklung innerhalb des Berechnungsraums zu erhalten, sollte man in der unmittelbaren Umgebung des Sonnenschirms das Netz verfeinern.
Das Netz enthält 131'146 Zellen. Bemerkung: Die Menge der Zellen ist je nach verfügbarem RAM Ihres Computers limitiert. Jede Zelle (partiell, fluid, durchgehend) erfordert eine bestimmte Menge an RAM pro Zelle. Die eigentliche Beschränkung stellt also der verfügbare Speicher dar.

Schritt 6

Wir führen die Analyse aus!

Das "Solver" Popup-Fenster öffnet sich und informiert den Benutzer über den Analyse-Fortschritt. Es können auch Fenster zur Ergebnis-Vorschau und Zieldarstellung hinzugefügt werden. Auch das Konvergenz-Fenster kann während dieses Prozesses Hinweise liefern, ob sich die Berechnung in die richtige Richtung bewegt, oder ob die Resultate angezweifelt werden sollten.

Schritt 7

Nun betrachten wir die Ergebnisse.

Die Geschwindigkeitsentwicklung der Luftströmung am Sonnenschirm wird durch Stromlinien angezeigt.


Die Luftströmung beschleunigt an der Spitze des Sonnenschirms bis zu einem Wert von 219km/h in Richtung X! Die daraus resultierenden Druckkräfte werden somit auf den Sonnenschirm ausgeübt.

Schritt 8

Diese Ergebnisse können jetzt zur weiteren Analyse in SOLIDWORKS Simulation übertragen werden. Im folgenden Video können Sie sehen, wie die entsprechenden Einstellungen gemacht werden. Die *.fld Datei ist die relevante Datei um die Flow Simulation Lasten nach SOLIDWORKS Simulation zu übertragen.



In unserem nächsten Technical Tip werden wir Ihnen zeigen, wie Sie die Auswirkungen des Orkans auf unseren Sonnenschirm in Simulation berechnen können.

Bis dahin: viel Spass beim Ausprobieren


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Technical Tip

Konstruktionsstudie Volumenberechnung

Viele Nutzer von SOLIDWORKS suchen lange iterativ nach Lösungen für verschiedene Problemstellungen - dabei kann uns SOLIDWORKS die ganze Arbeit abnehmen.

In unserem Beispiel möchten wir herausfinden, wie hoch ein Bunker werden muss, damit er ein Volumen von mindestens 1.2 m3 erhält.


Schritt 1

Zuerst starten wir mit der Schaltfläche Konstruktionsstudie im Menü "Evaluieren".

Schritt 2

Wir definieren die Variable Höhe.

Schritt 3

Danach korrigieren wir die min. und max. Werte, sowie die Schrittweite.

Schritt 4

Ein Sensor wird hinzugefügt: [Volumen].

Schritt 5

Das Volumen 1 muss als Zwangsbedingung grösser als 1.2 m3 sein. Dann starten wir die Konstruktionsstudie mit [Ausführen].

Schritt 6

Wir sehen, dass unsere Vorgaben in Szenario 9 erfüllt werden. Also wählen wirSeznario 9.

Resultat

Ein Volumen von 1.240m3 ergibt sich bei einer Höhe von 1680mm.
Hier noch der gesamte Prozess in Video-Format:

Viel Spass beim Ausprobieren.


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Erwecken Sie Ihre 3D-Modelle zum Leben

Haben Sie sich nicht auch schon mal gefragt, wie man 3D-Modelle einfach im Web präsentieren kann? In der Vergangenheit waren Themen wie die Präsentation interaktiver 3D-Modelle oftmals mit sehr grossem Aufwand verbunden. Mit dem my3Dplayer muss dies nun nicht mehr sein.



Der my3Dplayer ist eine Anwendung, mit der Sie Ihre bestehenden 3D-Modelle interaktiv animieren und beschreiben können. Sei es zur Unterstützung bei Vorführungen, Webintegration oder schlicht zur Dokumentation. Montage- oder Wartungsanleitungen lassen sich schnell und unkompliziert für Ihre Zielgruppe erstellen.




Schauen Sie sich nachfolgende Beispiele an:

Kundenevent 2018 - Und auch dieses Jahr war es wieder schön !

Nebst den traditionellen What's News zu SOLIDWORKS und E³.series, erfreuten sich unsere Besucherinnen und Besucher auch dieses Jahr an einem abwechslungsreichen Programm. Der Swatch-Erfinder Elmar Mock von Creaholics erzählte, wie aus der ersten «Schnapsidee» eine regelrechte Revolution entstand und konnte mir seiner direkten Art das Publikum begeistern.

Wir freuen uns riesig über die großartige Teilnahme und die gute Stimmung auf dem Event. Das bisherige Feedback war sehr gut und ich denke, ich spreche für das gesamte c+e forum Team: Danke für's dabei sein!

Falls Sie die Präsentationen in Ruhe durchgehen wollen, finden Sie alle Vorträge unter folgendem Link zum Download bereit: What's New 2019

Geniessen Sie nochmals die Eindrücke vom Event in unserem Video-Rückblick.

Kundenevent 2018
SW

In Dezember 1993 startete die SOLIDWORKS Entwicklung mit der Vision, die erste windowsbasierte 3D-CAD-Software jedem Konstrukteur zur Verfügung zu stellen.
25 Jahre später sind die Ansprüche der Produktentwicklung gewachsen. Um Produkte höherer Qualität schneller zu produzieren, muss der Konstrukteur Verhalten und Herstellbarkeit schon während des ersten Entwurfs verstehen. Aus diesem Anlass bieten wir Ihnen 25%* auf Upgrades Ihrer SOLIDWORKS CAD Lizenz(en):

  • Erweitern Sie den Funktionsumfang mit konstruktionsbegleitender Simulation und Topologieoptimierung und vereinheitlichen Sie die Umgebung mechanischer und elektrischer Konstruktion.
  • Gelangen Sie noch schneller von der Konstruktion bis zur Fertigung mit einem integrierten Ansatz bei der Weitergabe Ihrer Produkte.
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Gerne helfen wir Ihnen, Ihre Produktivität mit passenden Erweiterungen zu steigern. Das Angebot endet am 21.12.2018


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*Das Angebot endet am 28.12.2018 und ist nur in Deutschland, Österreich, Schweiz und Lichtenstein gültig. Es kann nicht mit anderen Angeboten kombiniert werden und ist nicht gültig für Education Lizenzen. Das Angebot ist nur gültig bei gleichzeitiger Bestellung der jeweiligen Wartung für 1 Jahr (Add-On Produkte) oder Wartung für den Zeitraum der zu Grunde liegenden CAD-Lizenz (Upgrades) . Die Wartung muss für jede Lizenz abgeschlossen werden. Weitere Einschränkungen sind möglich.

3D Scan „Dante Schuggi“ bei den Baseler Verkehrs Betrieben

Interview mit Herrn Bammerlin, Leiter Entwicklung und Projekte bei Basler Verkehrs-Betriebe BVB


Thomas Mihatsch:  Wir haben für Sie im März 2018 den Unterboden einer Tram mit unserem MetraSCAN System aufgenommen. Können Sie uns weiter Informationen zu dem Hintergrund geben?

Herr Bammerlin:   Die Stadt Basel ist für ihr sehr gut ausgebautes Tram-Netz bekannt. Die Baseler Verkehrsbetriebe unterhalten eine historische Flotte, die für Stadtrundfahrten und Events gebucht werden können. Die „Dante Schuggi“ ist jedem Baseler ein Begriff. Sie wurde Anfang des 1900 Jahrhundes gebaut und wurde damals mit einer luxuriösen Jugendstil Einrichtung ausgeliefert. Heute hat die Kabine eine schlichte Holzbestuhlung.

Nun ist es so, dass es eine Vorschrift des Bundesamtes für Verkehr (BAV) gibt, die besagt, dass man eine bestimmte Bremsleistung und eine Magnetschienen Bremse benötigt, um Strecken mit mehr als 8% Steigung zu befahren. Viele Abschnitte in Basel haben eine Steigung von 8% und mehr. Damit ist der Einsatzbereich der historischen Tram stark eingeschränkt. Um das gesamte Netz befahren zu könne, war diese Modernisierung notwendig.

Thomas Mihatsch:   Warum haben Sie den Unterboden und das Fahrwerk scannen lassen und haben nicht auf bestehende Pläne zurückgegriffen?

Herr Bammerlin::   Wie schon gesagt wurde die Tram um 1900 entwickelt. Damals wurden Pläne am Zeichenbrett erstellt und sind heute nur noch lückenhaft vorhanden. Bei der BVB setzen wir das 3D-CAD System SOLIDWORKS ein, mit dem wir unsere Konstruktionen erledigen. Da ist es eine grosse Hilfe, wenn man für die Integration der Magnet Bremse ein 3D Model zur Verfügung hat.

Thomas Mihatsch:   Wie kann man sich das Scannen vorstellen?


Herr Bammerlin:   Die c+e forum hat uns in diesem Fall unterstützt. Es wurde ein MetraScan750 der Firma Creaform für die Aufnahme eingesetzt. Der komplette Unterboden wurde in ca. 6 Stunden mit dem Scanner erfasst. Was uns besonders an dem System beeindruckt hat, war die Flexibilität des Systems.

Für die Messung wurden ca. 50 Targets an der Tram angebracht. Nachdem diese Targets von dem System erfasst wurden, konnte der Scanner frei im gesamten Raum bewegt werden und es wurden alle für uns relevanten Bauteile der Tram erfasst.

Thomas Mihatsch:   Wenn Sie sagen es hat ca. 6 Stunden gedauert die Daten zu erheben, wie lange hätten Sie dafür mit Bleistift und Metermass gebraucht?

Herr Bammerlin:   Da wir das früher genauso gemacht haben, kann ich die Zeiten dafür sehr gut abschätzen. Für eine solche Massaufnahme hätten zwei Leute eine Woche an dem Tram messen müssen. Die 40 Stunden sind aber nur ein Aspekt dabei. Weiterhin beutet es auch, dass wir den Platz auf der Hebebühne und in der Halle für eine Woche blockieren. Und dann ist es so, dass man in diesem Fall sich nur auf die Struktur konzentriert, die primär für die Bremse benötigt wird. Unter Umständen merkt man erst bei der Montage, dass man eine Kollision mit einem anderen Bauteil hat und dann entstehen weitere Kosten.

Thomas Mihatsch:   Wie sind Sie dann weiter vorgegangen?

Herr Bammerlin:   Ein Teil der Daten haben wir so belassen, wie sie der Scanner geliefert hat. Diese Daten entsprechen exakt der 3D Geometrie und sind aus sehr vielen Dreiecken aufgebaut. Für eine Kontrolle, ob es Kollisionen gibt und ob der Bauraum ausreichend gross ist, sind diese Daten sehr gut zu verwenden.

Für die Konstruktion haben wir punktuell 3D-CAD Modelle mit dem Design X erstellen lassen.

Im SOLIDWORKS haben wir die Scandaten, die CAD Modelle aus dem Reverse Engineering und unsere eigenen Konstruktion in einem Modell zusammengeführt.


Mit diesen Modellen konnten wir die notwendigen Anpassungen durchführen.

Anschliessend wurden die 3D-CAD Daten an einen Statiker übergeben. Der mittels FEM den Nachweis erbracht hat, dass die vorhandenen Struktur mit den Kräften, die Bremse auf den Rahmen ausübt, innerhalb der erlaubten Belastungsgrenzen bleibt.


Thomas Mihatsch:   Wie hoch war der Aufwand, den Sie für die Integration leisten mussten?

Herr Bammerlin:   Durch das Reverse Engineering waren wichtige Strukturen bereits als 3D-Modelle vorhanden und der Bauraum war direkt im CAD ersichtlich. Die mechanische Integration haben wir in 40 Stunden fertiggestellt.

Thomas Mihatsch:  Wir bedanken uns für das Interview!