Technical Tip

SOLIDWORKS RX Tool

Wussten Sie, dass mit dem RX Tool von SOLIDWORKS auch eine Systemwartung ausgeführt werden kann?

Mit diesem „Technical Tip“ zeigen wir Ihnen, wie einfach das geht.

Schritt 1

Das Werkzeug wird über "Start -> Programme -> SOLIDWORKS -> SOLIDWORKS Werkzeuge -> SOLIDWORKS RX 2017" ausgeführt. Auf der Seite „Anfang“ können die diversen Funktionen aufgerufen werden:

Schritt 2

SOLIDWORKS kann im abgespeicherten Modus gestartet werden, zum Erkennen von falschen oder veralteten Benutzereinstellungen können diese umgangen werden.

Unter „Diagnose“ wird ihr System analysiert und die SOLIDWORKS Installation kontrolliert.

Schritt 3

Die eingesetzten Grafiktreiber können auf ihre Zertifizierung bei SOLIDWORKS geprüft werden.

Im Kapitel „Fehlerbehandlung“ ist der Zugriff auf die Knowledge Base Wissensdatenbank vereinfacht.

Schritt 4

Unter „Systemverwaltung“ kann ihr Arbeitsplatz bereiniget werden:
  • SOLIDWORKS Sicherungsverzeichnis
  • Temporäre SOLIDWORKS Verzeichnisse
  • Windows – Temp
  • Temporäre Internet-, SOLIDWORKS - Dateien.
  • Darüber hinaus können die Harddisks auf Fehler geprüft und eine Windows Defragmentierung ausgeführt werden
Optional: Fehlerüberprüfung ausführen, um Datenträger auf Fehler zu prüfen oder Windows Defragmentierung ausführen:

Das Resultat zeigt auf, ob Fehler aufgetreten sind oder nicht

Schritt 5

Es ist empfehlenswert, diese Bereinigung regelmässig durchzuführen, damit ihr System auf Vordermann bleibt. Bei der „Problemaufnahme“ kann z.B. ein wiederkehrendes Problem aufgezeichnet werden. Durch die Aufzeichnung eines Videos „Erfassung starten“ kann die Reproduzierung weitergegeben werden.

Dabei werden die Systeminformationen gesammelt.

SOLIDWORKS wird entweder von RX neugestartet oder die bestehende Sitzung wird übernommen.

Schritt 6

Die bearbeiteten SOLIDWORKS Dateien können in die RX Datei eingefügt werden.

Mit der Beschreibung endet die Aufzeichnung und alle Informationen werden in eine ZIP Datei geschrieben.

Schritt 7

Unter „Dateien und Protokolle“ kann die Problemaufnahme betrachtet werden.

Schritt 8

Auch die „Zuverlässigkeit“ wird aufgezeichnet und Fehler werden hier dokumentiert.

Schritt 9

Im „Benchmark“ wird ihr Computer geprüft und mit anderen Benutzer verglichen.

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Wie hilfreich sind diese Technical Tips für Sie im Alltag?

Haben Sie Vorschläge für einen Technical Tip?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns: Am besten als Kommentar, hier oder auf unserer Facebook-Seite.

Technical Tip

Figdet Spinner? Hand Spinner? Batman Spinner!

Getreu dem Motto: "Sei immer du selbst, es sei denn, du kannst Batman sein, dann sei Batman" modellieren wir in diesem Technical Tip einen Batman Spinner.

Schritt 1

Als erstes erstellen wir ein neues Teil. Auf der Skizze, die auf der Ebene vorne definiert wird, benötigen wir ein Skizzenbild, welches wir uns zuvor im Internet besorgt haben.

Ps.: Der Befehl "Skizzenbild" kann ganz einfach über die Befehlssuche lokalisiert werden.

Schritt 2

Sobald wir das Bild platziert haben, können wir über die Option "Bildskalierwerkzeug aktivieren" unser Bild per Drag and Drop mittels angezeigter Linie und dem Eingeben des Wertes exakt auf die benötigte Grösse skalieren.

Schritt 3

Falls benötigt, können in einem Skizzenbild auch nicht gewünschte Elemente transparent gemacht werden. In unserem Beispiel entfernen wir die Farbe Gelb, in dem wir bei der Transparenz auf "Benutzerdefiniert" wechseln und anschliessend mit der Pipette im Bild die gewünschte Farbe selektieren. Danach schieben wir den Regler bei der Transparenz nach rechts, um die Farbe auszublenden

Schritt 4

Nun können wir die Skizzenkontur entweder manuell, oder mit der SOLIDWORKS Funktion "Autotrace" erstellen.

Schritt 5

Damit unser Batman Spinner keine Unwucht hat, ist es zum einen wichtig, die Skizze symmetrisch aufzubauen und zum anderen macht es durchaus Sinn, mit dem Feature "Massenmittelpunkt" unsere Mitte zu finden.

Schritt 6

Als nächstes Erstellen wir die Bohrungen für unsere Kugellager - denn Kugellager sind neuerdings total cool.

Da wir ein Massenmittelpunkt-Feature erstellt haben, können wir dieses auch gleich für unsere Skizzen-Definition verwenden

Schritt 7

Anschliessend geben wir unserem Spinner den letzten Schliff, indem wir noch Fasen hinzufügen.

Schritt 8

Ein letzter Check, ob der Massenmittelpunkt noch stimmt.

Schritt 9

Nun erstellen wir eine Baugruppe und platzieren unsere Kugellager aus der Toolbox .

Schritt 10

Mit dem Befehl „Verknüpfungen kopieren“ können wir sehr einfach die restlichen Kugellager platzieren:

Danach noch ein paar Teile für ein angenehmeres Halten und fertig ist der Fidget Spinner :)


Sagen Sie uns Ihre Meinung

Wie hilfreich sind diese Technical Tips für Sie im Alltag?

Haben Sie Vorschläge für einen Technical Tip?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns: Am besten als Kommentar, hier oder auf unserer Facebook-Seite.

Technical Tip

Erscheinungsbilder in SOLIDWORKS

Wenn Sie innerhalb von SOLIDWORKS schon mit Farben gespielt haben, sind Ihnen bestimmt die Erscheinungsbilder aufgefallen. Unter dem Thema "Erscheinungsbild" findet sich alles, was mit Farbe und Darstellung von 3D Körpern zu tun hat.

Um Ihnen gewisse Stolpersteine aus dem Weg zu räumen, versuchen wir mit diesem „Technical Tip“ die Erscheinungsbilder ein wenig zu strukturieren.

Schritt 1

Gegeben ist ein Mehrkörper Teil mit zwei unterschiedlichen Körpern:

Schritt 2

Im ersten Schritt ändern wir das Teil in einen cyan-farbigen Ton. Es gibt hierzu, wie meist in SOLIDWORKS, mehrere Wege. In diesem Beispiel klicken wir auf einen Körper und wählen dann über die Farbkugel in der aufschwingenden Symbolleiste das Teil (unterstes Symbol) an.

Schritt 3

Da wir direkt das Teil ausgewählt haben, müssen wir nun nicht mehr spezifisch eine Auswahl treffen - im Auswahlfeld ist bereits das Teil "erscheinungsbilder.SLDPRT" ausgewählt. Es wird also die Farbauswahl auf das komplette Teil angewendet. Sollen nur einzelne Flächen oder Features geändert werden, kann dies mit den Filtern links vom Auswahlfenster deklariert und anschliessend im Grafikbereich ausgewählt werden.

Im unteren Bereich können wir nun eine Standardfarbe auswählen oder direkt den RGB Wert der gewünschten Farbe definieren.

TIPP: Im Netz gibt es dutzende Seiten, die bspw. einen RAL Code in RGB wandeln, so dass die Farbe möglichst genau in SOLIDWORKS definiert kann.

Auf das Thema "Anzeigestatus" wird in diesem Technical Tip nicht näher eingegangen - jedoch lässt sich ein Anzeigestatus als "Konfiguration der Farben" übersetzen. Ein Thema für einen weiteren Technical Tipp ;)

Schritt 4

Da wir hier mit einem Multibody (Mehrkörper) Teil arbeiten, erscheinen beide Körper in Cyan.

Schritt 5

Als nächstes färben wir die Kugel rechts rot. Hierzu klicken wir wieder auf die Kugel und wählen nun nicht das ganze Teil, sondern nur den Body, also den Körper aus.

Schritt 6

Nachdem der Körper rot eingefärbt wurde, kann diese Struktur auch im Featuremanager erkannt werden. Die Farbe des Teiles ist immer noch Cyan, jedoch ist einer der beiden Körper Rot - auch im Featuremanager unter der Gruppierung "Volumenkörper" zu sehen.

Schritt 7

Dieselben Informationen lassen sich auch beim Feature erkennen. Flächenfarben jedoch sind im Featuremanager leider nicht zu finden.

Schritt 8

Um einen genauen Überblick der verwendeten Erscheinungsbilder zu erhalten, wechseln wir vom Featuremanager in den Displaymanager und sehen dort, sobald die Sortierfolge auf "Hierarchisch" gestellt wird, eine Übersicht der Farben.

Die Hierarchie bestimmt also auch welche Farbe angezeigt wird - Eine Flächenfarbe ist mächtiger als eine Featurefarbe, diese wiederum ist mächtiger als die Körperfarbe, und diese wiederum ist mächtiger als die Teilefarbe. Daraus ergibt sich folgende Liste der Hierarchie:

1. Fläche

2. Feature

3. Körper

4. Teil

Schritt 9

Was passiert nun, wenn wir in der Baugruppe unsere Farben ändern möchten?

Innerhalb der Baugruppe kommt eine neue Hierarchiestufe dazu - Diese ändert die Farbe der aktuellen Instanz des Teils - und dies nur innerhalb der Baugruppe - das Einzelteil ist also immer noch wie in der Darstellung rechts, aber innerhalb der Baugruppe ist die Farbe nun grün.

Diese Information wird auch im Featuremanager ersichtlich.

Zu den Erscheinungsbildern lässt sich natürlich noch vieles berichten, doch dies würde den Rahmen hier sprengen. Wir kommen jedoch in einem nächsten Technical Tip auf die Thematik zurück - versprochen!

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Wie hilfreich sind diese Technical Tips für Sie im Alltag?

Haben Sie Vorschläge für einen Technical Tip?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns: Am besten als Kommentar, hier oder auf unserer Facebook-Seite.

Technical Tip

Richtiges 3D Skizzieren in SOLIDWORKS

Richtiges 3D Skizzieren kann am Anfang ein wenig verwirrend sein. Wie der Umstieg von der 2D Konstruktion zum 3D Modellieren, entspricht auch das Erstellen von 3D Skizzen einer höheren Dimension.

Das Arbeiten in der 3D Skizze beinhaltet weniger Attribute wie “deckungsgleich“ oder „horizontal“, sondern vielmehr neue Beziehungen wie „Entlang X / Y / Z“, „auf Ebene“ oder „parallel zu Ebene“.

Schritt 1

Schauen wir uns das mal genauer an:

Die 3D Skizze befindet sich im Register „Skizze“ unter Skizze -> 3D-Skizze.

Schritt 2

Da wir uns nicht auf eine Ebene limitieren möchten, muss an dieser Stelle, anders als bei einer normalen Skizze, keine Ebene oder Fläche für die Skizze ausgewählt werden.

Wenn nun beispielsweise eine Linie gezeichnet wird, werden neue Informationen angezeigt. Unter dem Wert der Skizzenlänge finden wir die Information "XY" und dann als definierte Beziehung im gelben Kästchen "Entlang Y".

Auch die roten Linien am Koordinatensystem zeigen uns an, dass wir uns aktuell auf einer theoretischen 2D Ebene XY befinden.

Schritt 3

Bewegen wir nun die Maus ein wenig nach rechts, so bekommen wir neben den bereits erwähnten Informationen auch einen orangenen Rahmen angezeigt, der uns darauf hinweist, dass wir uns immer noch auf der theoretischen Ebene "XY" befinden.

Schritt 4

Diese Ebene lässt sich durch Drücken der Tabulator-Taste wechseln:

Schritt 5

Wenn wir uns nun eine Linie anschauen, stellen wir fest, dass neue Beziehungen entstanden sind. Die am meisten verwendeten Beziehungen einer Linie sind wie schon erwähnt "Entlang X / Y / Z".

Schritt 6

Da uns mit dem Bildschirm nur ein 2-dimensionales Medium für ein 3-dimensionales Problem zur Verfügung steht, kann der Schein manchmal trügen - insbesondere dann, wenn wir nur mit Linien arbeiten und keine Schattierung eines Modelles haben. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Ansichten des Teils anzeigen lassen.

Dies geschieht ganz einfach unter „Fenster -> Viewport -> Vierfachansicht“

Schritt 7

Es fällt auf, dass die schräge Linie links nicht so dargestellt wird, wie wir das uns vorgestellt haben: Sie sollte eigentlich auf der Ebene rechts liegen.

Wir wählen also die Linie sowie die Ebene rechts aus, und fügen die Beziehung "Auf Ebene" hinzu.

Schritt 8

Nun haben wir die Gewissheit, dass sich die Linie im Winkel verändern lässt, jedoch nicht mehr gegenüber der Ebene rechts Freiheitsgrade aufweist.

Schritt 9

Nun fällt auf, dass auch die andere Seite noch nicht definiert ist - zu beachten gilt hier vor allem, dass beim Bewegen des Endpunktes der Linie aus dem orangenen Rahmen, den wir auf dem dritten Bild sehen, ein orangenes Quader wird. SOLIDWORKS zeigt also ganz genau an, dass hier noch Freiheitsgrade im kompletten Raum vorhanden sind.

Auch diese Linie können wir limitieren, in dem wir hier die Beziehung "parallel" zu der Linie und der Ebene rechts hinzufügen.

Schritt 10

Durch Hinzufügen der Masse kann nun die Skizze vollständig definiert werden. Dabei kann auch die Masse durch Drücken der Tabulator-Taste an den verschiedenen Ebenen ausgerichtet werden.

Bonus

Bei komplexeren 3D-Skizzen kann das Definieren der Beziehungen ganz schön aufwendig werden. Es gilt: Als erstes einen Volumenkörper erstellen und anschliessend die Elemente, die benötigt werden, in eine 3D-Skizze übernehmen.

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Wie hilfreich sind diese Technical Tips für Sie im Alltag?

Haben Sie Vorschläge für einen Technical Tip?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns: Am besten als Kommentar, hier oder auf unserer Facebook-Seite.

Technical Tip

Ausformungen in SOLIDWORKS

In diesem Technical Tip möchten wir uns ein wenig mit der Schönheit der Ausformungen befassen. Denn diese können weitaus mehr, als es zunächst den Anschein macht.

Schritt 1

Gegeben sind zwei Skizzen mit unterschiedlichen Grössen. Nun soll ein Feature zwischen diesen Skizzen erstellt werden. Der Befehl "Aufsatz / Basis ausgeformt" wird ausgewählt und die beiden Skizzen werden aktiviert.

Schritt 2

Hier empfehlt es sich, die beiden Skizzen im Grafikbereich auszuwählen (nicht über den Featuremanager), damit genau definiert werden kann, auf welchen Punkten die Leitlinie entstehen soll.

Klicke ich beispielsweise beide Skizzen im rechten, unteren Bereich an (orange markiert), ist bereits definiert, wo die Leitlinie entstehen soll. Diese kann auch nachträglich geändert werden, indem ein Punkt der Leitlinie angewählt und per Drag & Drop verschoben wird.

Schritt 3

Der Befehl "Ausformung" kann aber weit mehr als nur das! So kann der Beginn und das Ende der Zwangsbedingung abgeändert werden, damit ein variabler Übergang entstehen kann.

Schritt 4

Was passiert aber, wenn die beiden Skizzen der Ausformung nicht parallel zueinander stehen?

Schritt 5

Das Feature für die Ausformung nimmt einfach nur den kürzesten Weg vom ersten Profil zum zweiten.

Schritt 6

Das Ergebnis kann so durchaus richtig sein, ist aber für unser Beispiel nicht das, was wir erreichen wollten.

Eine weitere Skizze kann hier als Mittellinie agieren.

Schritt 7

Manchmal ist es nötig, dass die einzelnen Leitkurven manuell erstellt werden, um eine vollständige Kontrolle über den Körper zu erhalten. Somit muss SOLIDWORKS nicht mehr die Entscheidung treffen, wie genau der Körper auszusehen hat.

In dem vier weitere Skizzen (in diesem Falle 3D-Skizzen) dem Teil hinzugefügt werden, kann diese nun als Leitlinien verwendet werden.

Schritt 8

Keine Angst, man benötigt nicht immer alle Leitlinien - aber je mehr, desto klarer ist die Ausformung definiert.

Was passiert aber, wenn die Skizzen unterschiedlich sind? Wir nehmen das klassische Beispiel von eckig auf rund.

SOLIDWORKS erledigt auch diesen Job mit Bravur: Standartmässig laufen die Leitlinien zum Zentrum - der Endpunkt der Leitlinie kann jedoch einfach wieder per Drag & Drop verschoben werden, womit eine, ein wenig verdrehte, Ausformung entsteht.

Schritt 9

Wenn die Leitlinien genauer definiert werden sollen, kann die Skizze des Kreises geteilt werden. Hierbei gilt folgende Faustregel: Beide Skizzen sollten die identische Anzahl von Skizzenelementen aufweisen: Möchte ich einen Kreis regelmässig auf ein Rechteck auflösen, sollte der Kreis in 4 Teile aufgeteilt werden. Wäre es jedoch Kreis auf Dreieck, dann wären es 3 Kreissegmente usw.

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Wie hilfreich sind diese Technical Tips für Sie im Alltag?

Haben Sie Vorschläge für einen Technical Tip?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns: Am besten als Kommentar, hier oder auf unserer Facebook-Seite.

Technical Tip

Eigenschaften und deren Visualisierung

In diesem Technical Tip möchten wir uns ein wenig dem Thema "Eigenschaften" und deren Visualisierung in SOLIDWORKS beschäftigen.

Hierzu wurde eine Platte mit den Massen 100x80x20 in SOLIDWORKS modelliert, welche als Beispiel absolut ausreichend ist:

Schritt 1

Innerhalb von SOLIDWORKS kann mit Eigenschaften gearbeitet werden - Diese findet man direkt in der Hauptleiste unter dem Befehl "Dateieigenschaften".

Schritt 2

Die Dateieigenschaften unterscheiden sich zwischen "Benutzerdefiniert" und "Konfigurationsspezifisch". Eigenschaften, welche zwischen allen möglichen Konfigurationen identisch sein sollen, werden als benutzerdefiniert (also beispielsweise der Kunde, oder der Ersteller) definiert, während unter den konfigurationsspezifischen Eigenschaften die Werte zu finden sind, welche zwischen den Konfigurationen wechseln können (typischerweise das Material und insbesondere das Gewicht und die Masse eines Teils).

Schritt 3

Um eine Eigenschaft mit einem Wert zu verknüpfen, sind folgende Schritte auszuführen:
  • Die Eigenschaft durch einen Namen definieren
  • Auf das Feld "Wert / Textausdruck" navigieren
  • Den Wert im Grafikbereich anwählen
  • Schritt 4

    Dieser wird dann in einer Codierung angezeigt, welche nicht nur von SOLIDWORKS verstanden werden kann, sondern beim genauen Hinschauen auch vom User:

    Der Ausdruck "D1@Skizze1@@Standard@Teil1.SLDPRT" beutet nichts anderes als, dass hier die Bemassung "D1" der Skizze "Skizze1" vom Teil "Teil1" verwendet wird. Der Ausdruck @@Standard bedeutet, dass der Wert von der Konfiguration "Standard" übernommen wird. Würde diese Eigenschaft nicht konfigurationsspezifisch, sondern benutzerdefiniert verwendet werden, würde sie "D1@Skizze1@Teil1.SLDPRT" heissen. Logisch, oder nicht? ;)

    Schritt 5

    Es bestehen zwei Möglichkeiten:

    Entweder, wir wählen das Mass der Länge im Grafikbereich aus, gefolgt von einem x, und anschliessend wird das zweite Mass ausgewählt (rote Variante), oder wir verwenden dazu die vorher erstellten Eigenschaften mit einer weiteren Codierung: "$PRP:"Länge".

    $PRP: gibt SOLIDWORKS die Information, dass es sich hierbei um eine Eigenschaft (engl. Property) handelt, deshalb die Abkürzung PRP und der Wert, der danach in "" dargestellt wird, entspricht dem Namen der Eigenschaft.

    In unserem Beispiel als $PRP:"Länge" x $PRP:"Breite" (grüne Variante)

    Schritt 6

    Wozu können nun diese Eigenschaften verwendet werden?

    Meistens geht es darum, diese in der Zeichnung zu visualisieren, oder als Text im Zeichnungskopf zu verwenden.

    Hierfür öffnen wir die dazugehörige Zeichnung - und da wir keine weitere Ansicht mehr verwenden möchten, als die Frontansicht - geben wir die Dicke nun als Wert auf der Zeichnung an. Selbstverständlich könnte der Wert "20" für die Dicke auch nur als Text eingegeben werden. Das Ziel aber ist, dass sich der Wert in Abhängigkeit zum Modell verändert.

    Nun setzen wir einen Bezugshinweis auf die Platte und wählen anschliessend die Option "Verknüpfung mit Eigenschaft" aus.

    Schritt 7

    Im nächsten Dialogfeld wählen wir "In Blatteigenschaften angegebene Zeichenansicht" und wählen dann die Eigenschaft "Dicke" aus.

    Diese wird dann direkt im Bezugshinweis angezeigt.

    Schritt 8

    Damit die Zahl 20 nicht so alleine da steht, ergänzen wir den Text noch mit der "Dicke":

    Schritt 9

    Nun wollen wir uns den Text mal genauer anschauen. Dazu wählen wir erst den Text mit der rechten Maustaste aus und klicken anschliessend auf "Text im Fenster bearbeiten".

    Schritt 10

    In diesem Fenster wird nun eine neue Codierung angezeigt:

    Dicke: $PRPSHEET:"Dicke"

    Schritt 11

    $PRPSHEET bedeutet, dass nun die Eigenschaft dargestellt wird, die vom Teil kommt, welches auf der Zeichnung liegt.

    Wird die Dicke auf dem Teil verändert, so wird nebst der Eigenschaft der Dicke auch der Bezugshinweis auf der Zeichnung verändert. So kann eine saubere Definition der Dicke gewährleistet werden.

    Möchte ich zusätzlich noch die Grundmasse angeben, kann ich diese entweder grafisch mittels "Verknüpfung mit Eigenschaft" erstellen, oder einfach $PRPSHEET:"Grundmasse" schreiben und SOLIDWORKS ändert wie von Zauberhand den Inhalt auf 100 x 80 - Probieren Sie es aus!

Technical Tip

Bruchkantenansicht einer Isometrischen Darstellung erstellen

Vielleicht haben Sie bereits einmal versucht, eine Bruchkantenansicht von einer Isometrischen Darstellung zu erstellen und waren letztendlich über das Ergebnis verwundert.

In diesem Technical Tip zeigen wir Ihnen, wie das mit SOLIDWORKS ganz einfach funktioniert:

Schritt 1

Ich möchte in meiner Zeichnung von einem Busunterstand eine Bruchkantenansicht erstellen.

Schritt 2

Dazu gehe ich auf den Befehl "Bruchkantenansicht" im Befehlsmanager im Register "Layout anzeigen"

Schritt 3

Im Befehl "Bruchkantenansicht" setze ich zwei Linien um die Bruchkanten zu definieren und wähle meine Einstellungen nach belieben:

Schritt 4

Wenn ich jedoch dasselbe auf einer Isometrischen Ansicht erstelle, werden die beiden Teile links und rechts einfach verschoben, dies aber nicht korrekt der Perspektive entsprechend.

Schritt 5

Dies ist zwar in der Zeichnung die logische Art, aber hierfür nicht zielführend.

Seit SOLIDWORKS 2016 kann ich nun innerhalb des Modells eine Bruchkantenansicht definieren: Der Befehl befindet sich unter "Einfügen" -> Modell-Bruchkantenansicht:

Schritt 6

Auch in diesem Befehl kann ich nun meine Limiten mittels Ebenen deklarieren und diverse Einstellungen nach persönlichen Vorlieben anpassen:

Schritt 7

Nun kann ich einfach zurück in die Zeichnung und unter den Ansichts-Eiegenschaften die Option "In Exlosions- oder Modell-Bruchkantenansicht anzeigen" aktivieren.

Schritt 8

Anschliessend die gewünschte Modell-Bruchkantenansicht auswählen und schon ist eine normgerechte Bruchkantenansicht erstellt: